Kultur und Sport in Dresden

Bericht von Hans Mehl

Seit mehreren Jahren richtet die Laufabteilung der TSG Leihgestern für ihre Mitglieder einmal im Jahr eine Reise zu einer größeren Laufveranstaltung aus. Dabei liegt der Wettkampf zwar im Zentrum der Reise, aber eingebettet in die Sehenswürdigkeiten der Umgebung. In diesem Jahr ging der Trip in eine echte Kulturmetropole, die im Volksmund nicht umsonst "Elbflorenz" genannt wird.

Der Piepenbrock Marathon in Dresden wird immer am vorletzten Oktoberwochenende ausgerichtet und bietet neben der Marathondistanz über 42,2 km auch Wettkämpfe über Halbmarathon, 10 km und mit dem Zehntelmarathon sogar eine Kurzdistanz für alles Altersklassen an. Neben der bekannten Schönheit von Dresden war dieses breite Angebot an Wettkämpfen ein guter Grund, dass die Wahl auf dieses Ziel gefallen ist. Nicht alle Mitglieder der Laufabteilung trauen sich einen Marathon zu. Ein vielfältiges Streckenangebot eröffnet vielen die Möglichkeit einer Wettkampfteilnahme.

Die gut geplante Fahrt begann am Freitag, den 20.10.17 morgens am Hauptbahnhof Gießen, wo die Reisegruppe den Zug Richtung Frankfurt bestieg. Der ersten beiden Teile der Fahrt verliefen problemlos. Nach dem Umstieg in den ICE ging es entspannt bis Leipzig, wo ein weiterer Umstieg Richtung Ziel nötig war. Leider war der Zug um einige Wagen gekürzt, weshalb die Gruppe das letzte Stück Weg im Stehen zurücklegen musste. Die TSGler mussten froh sein, dass sie überhaupt noch in den Zug hineingekommen sind.

Die Stadt begrüßte die Reisegruppe mit milden Temperaturen und Sonnenschein und sorgte so bereits für beste Laune.

Nach Bezug des gediegenen Hotels in zentraler Lage ging es zunächst mal zur Marathonmesse und Startnummernausgabe. Der Piepenbrock Dresden Marathon ist eine mittelgroße Laufveranstaltung und entsprechend überschaubar ist auch die Messe, was für Teilnehmer den Vorteil hat, dass man nicht verleitet wird, stundenlang herumzulaufen, was kurz vor dem Wettkampf eher ungünstig ist. Manche Plakate erinnerten stark an Mitreisende:

Der Samstag stand im Zeichen der Kultur und der Entspannung. Der größte Teil der Gruppe nutzte die roten Doppeldeckerbusse für eine Hop-on-Hop-off Stadtrundfahrt zu vielen bekannten Sehenswürdigkeiten mit Exkursionen zum Hygienemuseum und der Standseilbahn. Ein kurzweiliger Tag mit vielen Eindrücken und größtmöglicher Erholung vor dem Wettkampf am nächsten Tag.

Am Sonntag Morgen stand dann der Laufwettkampf auf dem Plan. Der Startbereich liegt nur wenige Gehminuten vom Hotel entfernt, was angesichts von kühlen 11° und einer steifen Brise sehr vorteilhaft war. So konnte man relativ lange schlafen und kühlte bis zum Start nicht aus.

Moderiert von dem bekannten Laufkommentator Artur Schmidt fiel der Startschuss für Marathon und Halbmarathon mit ein paar Minuten Verspätung und das Feld mit rund 4000 Teilnehmern machte sich auf den Weg. Für die TSG Leihgestern gingen fünf Sportler auf die Halbmarathondistanz und zwei auf die 10 km. Während des Rennens besserte sich das trübe Wetter und nach 45 Minuten schien sogar die Sonne. Ein nettes Detail, das für gute Laune und Motivation sorgt, wenn die Beine schwer werden.

Insgesamt kann sich das Ergebnis für die TSG sehen lassen. Hans Mehl nutzte den Halbmarathon als letzten Trainingslauf vor dem Frankfurt Marathon und blieb unter 01:41 h. Mirko Bräuning zeigte Biss und verfehlte trotz langer Trainingsunterbrechnung nur knapp die 2-Stunden Marke. Den Vogel abgeschossen haben jedoch Kristina Hänel und ihr Lebenspartner Michael Gaudchau. Kristina lief über die 21,1 km auf den dritten Platz in ihrer Altersklasse, genauso wie Michael über die 10 km. Angesichts der Größe der Veranstaltung eine hervorragende Doppelleistung. Damit ist das die erfolgreichste Paarplatzierung bei Laufwettkämpfen seit die Laufabteilung in der TSG besteht. So waren dann auch (fast) alle mit ihren Leistungen zufrieden und ließen es sich danach gutgehen.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Die Heimreise am Montag verlief dann reibungslos. Alle Züge waren pünktlich und die reservierten Sitze waren frei. Genug Zeit, um die Ereignisse des gelungenen Wochenendes ausführlich zu besprechen.

Ein großes Danke gebührt der Organisatorin AnneTTe Lenz, die sich wunderbar um die Planung und Durchführung gekümmert hat und dank sorgfältiger Auswahl schöner Restaurants jeden Abend für alle zum kulinarischen Erlebnis gemacht hat. Wir sind schon gespannt auf die Laufreise 2018.


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