Winterwanderung der TSG Radsportgruppe 3

Bericht von Dietmar Reichel

23 Radsportbegeisterte konnte D. Reichel am TSG Sportgelände begrüßen.Zur Einstimmung der am Ende ca. 12 Kilometer langen Wandertour nahmen alle gerne einen kleinen „Finkenweg-Aufwärmer“ zu sich.

Die Sonne ließ sich zwar danach nicht blicken aber man gelang trockenen Fußes durch den Schiffenberg Wald zum gleichnamigen Hausberg der Stadt Gießen. 

In Höhe Forstgarten überraschte dann Joachim mit einem Kräutertrunk als „Neu 75iger“.

Danach ging es steil bergan zum ehem. Kloster und in der Gaststätte wurde man schon erwartet.

Hier waren bei Kaffee und Kuchen die Anstrengungen der  ersten Etappe schnell vergessen. Der zweite Abschnitt führte hinunter nach Petersweiher und weiter entlang des schönen Ortsberingweges von Watzenborn-Steinberg zu unserem nächsten Ziel, der Gaststätte „Zum goldenen Stern“.

Bei einem gut gezapften Kölsch und hervorragenden Gerichten aus der Küche ließ man es sich gut gehen. Im Dunkel der Nacht erfolgte bei Taschenlampenlicht und Bergsteigerlampe der Rückweg durch die Lückebachau. Man war sich einig, es war wieder ein schönes gemeinsames Ereignis.


Saison-Schlussfeier der Radsaison 2017 der TSG-Radwandergruppe 3

Bericht von Dietmar Reichel

Eine fast vollzählige Gruppe konnte Dietmar Reichel im Heimatstübchen gegenüber dem Hüttenberger Heimatmuseum begrüßen.

In dem schönen Ambiente zeigte er aus radsportlicher Sicht eine Zusammenfassung der Jahre 2016 und 2017 in zwei ansprechenden mit Musik hinterlegten Fotoschauen. Danach wurde das Programm mit einem gemeinsamen Essen unterbrochen.

Bei der anschließenden Vorlage der Statistiken stellte er fest, dass die Gruppe inbegriffen aller Touren und Trainingsfahrten im Jahre 2016 insgesamt 9659 Kilometer und im ablaufendem Jahr 8832 Kilometer zurückgelegt hat. Als Überraschung erfolgte nun eine Prämierung, bei der für das laufende Jahr bei den Frauen 1. Karin Seipp, 2. Elke Velten und als 3. Gisela Weiß sowie bei den Herren 1. Joachim .Seipp, 2. Lothar Schließner und 3. Udo König miteinem Präsent bedacht  wurden.

Als weitere Termine wurden bekanntgegeben:
"Montags-Winterstammtisch" im Akropolis jeweils um 18:30 Uhr: 18.12.2017, 15.01.2018 und 12.03.2018.
Zu einer Winterwanderung treffen wir uns am 17.02.2018 um 13:30 Uhr vor dem TSG-Sportheim und wandern zum Schiffenberg. 


TSG Radwandergruppe 3 beendet Radsaison 2017

Bericht von Dietmar Reichel

Mit starker Beteiligung startete die Radwandergruppe zu ihrer letzten Fahrt in diesem Jahr und beendete die erfolgreiche Saison bei herrlichem sonnigen Wetter bei Kaffee und Kuchen im Hüttenberger Land.


„Rund um den Vulkan“ mit der TSG Radgruppe 3

Bericht von Dietmar Reichel

„Warum denn in die Ferne schweifen, das Schöne liegt doch so nah“ unter diesem Motto stand eine Mehrtagesfahrt rund um den Vogelsberg. 14 Radbegeisterte starteten am TSG Sportgelände in Leihgestern Am Mühlberg. Die Wettervorhersagen waren zwar nicht die besten, aber dennoch war die Stimmung gut und – vor allen Dingen - es regnete nicht und das sollte auch den ganzen Tag so bleiben, wie sich später herausstellte.

Die Tour führte über Lich nach Laubach, wo die erste Rast eingelegt wurde. Danach gelangte man nach Freienseen entlang im Kreuzseener Grund in Folge steilansteigend nach Ulrichstein.

Ein Großteil der Strecke ist sehr grob aufgeschottert und daher eher für Mountainbikes geeignet. Obwohl als Radweg ausgewiesen, ist er sehr schlecht befahrbar! Weiter dem R4 folgend, fuhr man nach Lauterbach und hatte nach wenigen Kilometern das erste Etappenziel das Landgasthaus Jägerhof in Maar erreicht, eine sehr gute Wahl.

Im Nieselregen startete man zur nächsten Etappe Richtung Gelnhausen. Doch zunächst erkundete man die schöne Altstadt von Lauterbach und vergaß dabei auch nicht das mitten im Fluss stehende „Strolch Denkmal“

Eine wahre Erholung war dann der Einstieg auf den Vulkanradweg, denn der geteerte Weg war eine wahre Erholung gegenüber dem ersten Tag und man konnte dabei vor allen Dingen auch die Landschaft genießen.

Allerdings nicht lange, denn kurz vor der Mittagsrast wurde die Gruppe von einem Schauer regelrecht überrascht. Da war es gut, dass man im „Tor zum Vogelsberg“ angemeldet war. Trotz kalendermäßigem Sommer ließ sich Mancher mit einem Tee mit Rum durchwärmen. Frischt gestärkt und aufgewärmt ging es bei leichtem Nieselregen auf dem Südbahnradweg. Dann endlich zeigte sich die Sonne und begleitete uns nach Wächtersbach und von dort nach Gelnhausen. Nahe der ehemaligen „Kaiserpfalz“ wurde man schon im Hotel Burgmühle erwartet. In einem schönen historischen Gasthaus, übrigends eines der ältesten Deutschlands (1506), ließ man den Abend ausklingen.

Die letzte Etappe zurück nach Linden musste dann leider wegen starken dauerhaften Regen ausfallen. Trotzdem entschloss man sich doch noch zu einem Gang durch die sehr schöne historische Altstadt. Danach war der nahegelegene Bahnhof unser Ziel, um mit dem Zug wieder zum Ausgangspunkt unserer Fahrt zurückzukehren.

Da zeigte es sich als hilfreich, dass Erich Weiß und seine Frau Gisela, die uns begleitet hatten, bereitwillig die Packtaschen in ihrem Pkw aufnahmen und damit das Verladen der Räder im Zug erleichterten.

Zum Tourabschluss traf sich die Radgruppe am gleichen Abend in einem ital. Restaurant. Bei einem gemeinsamen Essen ließ Dietmar Reichel, der die Tour ausgearbeitet hatte und leitete, die gemeinsamen Tage nochmals Revue passieren. Er bedankte sich bei allen, dass die 170 Kilometer unfallfrei und harmonisch verliefen. Im Namen der Gruppe dankte Karin Seipp und überreichte einen Essengutschein. Als Dank für Ihre Hilfe erhielt auch Fam. Weiß einen Gutschein.

 


„Warum denn in die Ferne schweifen, liegt das Schöne doch so nah“

Unter diesem Motto startete die TSG Radwandergruppe 3 um Dietmar Reichel zu einer Tagestour zu deren Gelingen auch das Wetter seinen Beitrag leistete.

Auf bekannten Wegen ging es zunächst zur Dutenhofener Seenplatte und von dort nach Lahnau. Im Kohlgrund und dem Schwalbenbach entlang führte der Weg Richtung Königsberg. Unterhalb des Königsstuhls, rechts abbiegend, erreichte man Forsthaus + Hofgut Halina (bekannt durch ein schönes Bauernmuseum) und danach das Örtchen Bieber. Nun war es nicht mehr weit und entlang dem Weidenborn erreichte man das erste Etappenziel den Landgasthof zum Dünsberg in Fellingshausen, dessen Biergarten durch leckeres Essen zum Verweilen einlud. Hier erhoben alle ihre Gläser und wünschten Annelie, gute Besserung und baldige Genesung, damit sie in der nächsten Radfahrsaison wieder mitfahren kann.
Danach forderte der steile Anstieg zum Keltentor ganzes Können und zudem ist die geschotterte Oberfläche für Radfahrer nicht unbedingt zu empfehlen. Nach der Anstrengung war entspanntes Fahren angesagt, denn die Strecke führte uns bergab durch Krumbach, Kirchvers nach Reimershausen. Weiter im Salbödental erreichten wir die Schöne Mühle, bekannt durch ihren guten Kuchen, war ein STOP unausweichlich!

Bei guter Stimmung gelangte man dann über den Lahnradweg wieder nach Gießen und erreichten nach 63 Kilometer und ohne besondere Vorkommnisse wieder unsere Heimatstadt.

Bilderstrecke der Tour:

Bericht und Bilder von Dietmar Reichel

 


Auf den Spuren von Johann Wolfgang von Goethe und Prof. Justus von Liebig in Leihgestern -  Eine Frühlingswanderung der TSG Radgruppe 3 zum Gut Neuhof

Zu einer Frühlingswanderung mit Überraschung unter diesem Motto hatte die Radwandergruppe 3 eingeladen. 26 Interessierte hatten sich trotz der Schlechtwetterprognose nicht abbringen lassen, gemeinsam heimische Gefilde zu erwandern und – wie so oft – kam es anders, denn es stellte sich später heraus, dass es ein regenfreier z. T. sonniger Nachmittag werden sollte. Nach seiner Begrüßung versüßte Dietmar Reichel den anstehenden Startschuss noch mit Kugel aus Schokolade und Karin Seipp lud die Wanderschar noch zu einem Kräuter-Stamperl anlässlich ihres 70. Geburtstages ein. Beides zusammen gab dem Start den erforderlichen Schwung.

Vom „Goldenen Ritter“ führte die Tour zunächst durch den historischen Ortskern von Großen Linden vorbei an der Gesamtschule in Richtung Langgöns. Nach Unterquerung der A 45 und passieren der Main Weser Bahn führte uns nun der Weg in der Gemarkung Leihgestern und immer im Blickwinkel auf unseres Etappenzieles, dem Gut Neuhof.

Das Hofgut gehört zum Stadtteil Leihgestern und dürfte wohl mit zu den ältesten hessischen Bauernhöfen gehören. Es steht jedoch nicht unbedingt im Blickpunkt der Öffentlichkeit, trotz seiner geschichtlich sehr interessanten Vergangenheit. Dies etwas aufzuhellen war die eigentliche Überraschung des Organisators.

Nachdem die Landstraße Leihgestern - Langgöns überquert wurde, bog man auf der direkten Zufahrtstraße in Richtung des Gutes und den nachfolgenden Gehöften, dem Birkenhof, dem Berghof (Fam. Schiffner) und dem Ludwigshof (Fam. Trietsch), ebenfalls mit einer interessanten Vergangenheit, ein. Nach ca. 1 km erreichten wir die direkte Zufahrt zum Gutshof. Doch hielten die ersten Wanderer inne, denn ein Hinweis „Privat – Betreten für Unbefugte verboten“ überraschte. Doch dies war für uns kein Hinderungsgrund, denn unser Besuch war angekündigt. Bei Erreichen der großen Torbegrenzungen öffnete sich vor der Pferdeschwemme mit einer alten Brunnensäule ein herrlicher Blick in den großräumigen Innenhofes.

Hier wurden wir ganz herzlich von den heutigen Besitzern der Familie Victoria begrüßt. Die Ehefrau Renate V., erläuterte uns das Gesamtensemble des Innenhofes.

Rechts beginnend mit prachtvollen Fachwerk des Verwaltungsgebäudes, daneben große Lagerhallen, ehemaligen Gesindehaus, mit 1700 qm Fotovoltaik Flächen, links dem Blick folgend, mit sehr schön restauriertem Fachwerk, das Verwaltergebäude, dem sich links mit seinem hohen Schornstein das ehemalige Gebäude zur Branntweinherstellung (aus Kartoffeln) anschloss.

Das ehemals dort stehende Herrenhaus war vom Verfall bedroht und musste 1963 leider abgerissen werden. An seiner Stelle steht nun ein neuzeitlicher Bungalow. Der Große Teich und dessen Balustrade zum Herrenhaus sind erhalten geblieben und lässt die ehemalig imposante Gesamtanlage auch des anschließenden Gartens erahnen. Direkt am Eingang liegend steht das ehemalige kleine Eishaus.

Dies war für eine Stärkungspause auserkoren worden, denn dort hielt Familie R. heißen selbsthergestellten Apfelwein und Bauernbrote mit leckerem Griebenschmalz aber auch heißen Tee bereit und die Gutsherrin präsentierte zudem einen selbstgebackenen Kugelhupf. Sie umrahmte außerdem diese Pause, um anhand einer geschichtlichen Lesung uns diesem historischen Ort näherzubringen.

Spannend waren dabei die Tagebuchaufzeichnungen aus 1845 von Maximiliane von Arnim, der späteren Gräfin Oriola. Sie erlebte mit Ihrem Eltern, dem Dichterehepaar Achim und Bettina von Arnim geb. von Brentano, schöne Zeiten auf dem Gut Neuhof. Da ihre Mutter Bettina bekanntlich mit dem Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe befreundet war, ist hier auch die Annahme begründet, dass er nicht nur das Gut Neuhof kannte, sondern auch die Dichterfamilie von Arnim dort besucht hatte. Daneben lernte hier auch Maximiliane den berühmten Physiker Prof. Justus Liebig, später Freiherr von Liebig, kennen. Zu dieser Zeit war das Hofgut im Besitz von Georg von Firnhaber.

Danach schloss sich ein interessanter Rundgang mit geschichtlichen Erläuterungen des Innenbereiches an, bei dem auch Einblicke in einzelne Gebäudeteile erlaubt waren. Dabei konnten sich noch Einige erinnern, wie am 1.10.1954 ein Feuer das Gut heimsuchte und viele Tiere dabei verbrannten. Den Abschluss bildete eine Umrundung des gesamten Areals mit einem Halt an einer ehrwürdigen ca. 1000jährigen Eiche und ein Foto im Innenhof mit Hintergrund des Verwaltungsgebäudes!

D. Reichel bedankte sich für den freundlichen Empfang und die begeisternde Führung mit einem guten Württemberger Tropfen und dem Replikat einer echt gelaufenen Postkarte, die die damalige Besitzerin des Gutes am 06.09.1909 versandt hatte.
Der Rückweg erfolgte auf anderen Wegen vorbei am südlichsten Weinberg unserer Stadt und es wurde rege die Gelegenheit genutzt, um das Erlebte aufzuarbeiten. Nach 10,4 Kilometern erreichte man wieder den Ausgangspunkt und viele freuten sich schon auf ein leckeres Kotelett aus „Ilses Pfanne“.

Zum Schluss waren sich ausnahmslos Alle einig, es war ein einmaliges Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden.

(der)

Interessantes noch zur Geschichte des Gutes, die eng mit dem Kloster Schiffenberg in Verbindung stand:

1230     Gründung des Klosterhofes Neuhof durch Abt Albero (Augustiner), dabei einige Auseinandersetzungen mit Leihgesterner
            Bauern
1306     Verpachtung auf 12 Jahre an die Brüder Hermann und Konrad von Aldendorf
1323     Übernahme des Kloster Schiffenberg und des Klostergutes Neuhof durch den Deutschherrenorden Marburg
1356     Verpachtung nach Landsiedelrecht an 2 Bauern aus Leihgestern Hermann Strube und Heinrich Stoppelbein
1803     Im Zuge der Säkularisierung und dem Reichsdeputationshauptschluss geriet das Kloster Schiffenberg mit dem Gut Neuhof als
            Staatsdomäne an die Stadt Gießen
1809     vermachte der Großherzog von Hessen das Gut Neuhof dem verdienten Offizier Freiherrn von Firnhaber Eberstein Gordis
1826     heiratete er Claudine von Brentano
1848     Georg Firnhaber starb
1852     Claudine heiratete den Freimund von Arnim
1878     Ökonomierat Karl Müller (Urgroßvater von Carl Wolter Waydelin) kaufte das Gut und engagierte sich zudem sehr stark in
            soziale Bereichen. Bis vor dem 2. Weltkrieg lebten und arbeiteten 30 Familien auf dem Gut
1977     Carl Wolter Waydelin übernahm das Gut
2000    Fam. Victoria erwarb den bebauten Teil des Hofgutes und Herr Müller aus Köln die landwirtschaftliche Nutzfläche von ca. 120
           Hektar

Quellenangabe: Alte Mühlen und Höfe in Mittelhessen/Elke Seul

 

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