TSG-Läufer überzeugen beim HASPA Hamburg Marathon
Am vergangenen Wochenende stand mit dem HASPA Hamburg Marathon eines der größten Laufevents Deutschlands auf dem Programm. Für die TSG gingen dabei gleich zwei Athleten an den Start – mit starken Leistungen, persönlichen Erfolgen und jeder Menge Eindrücken aus der Hansestadt.
Bereits am Freitag und Samstag lockte die Marathon-Expo zahlreiche Besucher an. Neben vielen interessanten Ständen rund um den Laufsport gab es auch innovative Angebote zu entdecken. Besonders gefragt war eine Herzanalyse, die allerdings schnell ausgebucht war. Ebenfalls spannend: nachhaltige Gels zum Selbstmischen – eine clevere Lösung für Geldbeutel und Umwelt.
Am Sonntag präsentierte sich Hamburg dann von seiner besten Seite. Strahlender Sonnenschein und Temperaturen bis 15 Grad sorgten für nahezu perfekte Laufbedingungen – weder zu kalt noch zu warm.
Yannik knackt Bestzeit und Vereinsrekord
Für Yannik war es bereits der fünfte Marathon – mit dem klaren Ziel, eine neue persönliche Bestzeit aufzustellen. Noch im Startblock lernte er einen Kanadier kennen, der mit seinen Geschichten die letzte Nervosität vertrieb. Dieser war bereits zum zweiten Mal in Hamburg am Start, hatte die begehrte Marathon Six Star Medal schon in der Tasche und peilt diese aktuell ein weiteres Mal an. Zudem stehen für ihn auch die neuen großen Marathons in Sydney, Kapstadt und Shanghai auf der Wunschliste. Im Startblock B trafen unterschiedlichste Läufertypen aufeinander: Genießer, die das Event erleben wollten, ebenso wie hochkonzentrierte Athleten auf Bestzeitenjagd.
Pünktlich um 8:30 Uhr fiel der Startschuss. Die ersten Kilometer vergingen wie im Flug, und Yannik konnte seine geplante Pace von 3:55 bis 4:00 Minuten pro Kilometer lange erfolgreich halten. Bis Kilometer 25 lief alles nach Plan, jedoch war ab Kilometer 20 zu spüren, dass es auf den letzten Kilometern hart werden würde – weniger wegen der Atmung, sondern vielmehr aufgrund schwer werdender Beine. Besonders nach Kilometer 30 fühlte sich jeder kleine Anstieg deutlich anspruchsvoller an. Auch mental wurde es auf den letzten zehn Kilometern ein Wechselbad der Gefühle – zwischen voller Motivation und dem Wunsch, einfach nur ins Ziel zu kommen. Trotz eines Einbruchs ab Kilometer 35 kämpfte sich Yannik stark ins Ziel und wurde belohnt: In 2:52:23 Stunden stellte er nicht nur eine neue persönliche Bestzeit auf, sondern auch einen neuen Vereinsrekord.

Raphael feiert gelungenes Marathondebüt
Für Raphael war der Hamburg Marathon eine Premiere – sein erster Marathon überhaupt. Die Entscheidung zur Teilnahme fiel eher spontan. Statt einer klassischen zwölfwöchigen Vorbereitung standen diesmal nur rund acht Trainingswochen zur Verfügung, die ursprünglich gar nicht auf einen Marathon ausgelegt waren. Entsprechend groß, wenn auch nur kurz, war die Aufregung vor dem Start.
Die Strecke erwies sich als abwechslungsreich und mit mehr Höhenmetern als erwartet. Zu den Highlights zählten der Tunnel, die Passagen entlang der Binnen- und Außenalster sowie die großartige Stimmung an der Strecke. Viele Fans, laute Unterstützung und kreative Schilder sorgten für beste Motivation. Schon früh im Rennen fand Raphael mit Yvonne aus dem Taunus die perfekte Laufpartnerin. Gemeinsam liefen beide bis Kilometer 37,5 und motivierten sich gegenseitig. Danach trennten sich ihre Wege, um jeweils im eigenen Tempo Richtung Ziel zu laufen. Ein besonderer Moment wartete bei Kilometer 38: Dort feuerten Raphaels Arbeitskollegen ihn lautstark an. Gerade so spät im Rennen gab das noch einmal zusätzliche Energie. Gleichzeitig wollte er natürlich möglichst frisch aussehen – auch das setzte noch einmal Kräfte frei. Der Zieleinlauf war dann ein echtes Highlight: roter Teppich, Medaille und eine starke Zielverpflegung. Nach 4:42:39 Stunden erreichte Raphael glücklich und erfolgreich das Ziel seines ersten Marathons.

Blick nach vorne
Der Hamburg Marathon hat bei beiden TSG-Läufern Lust auf mehr gemacht. Raphael richtet seinen Blick bereits auf den nächsten Marathon in Köln. Yannik wird 2026 hingegen keinen weiteren Marathon bestreiten. Stattdessen möchte er sich verstärkt auf die 10-Kilometer-Distanz sowie den Halbmarathon in Kassel konzentrieren.